Mittwoch, 25. April 2018

De Spanjaerd in Belgien



Von Wessem geht’s in Bergfahrt nach Belgien. Die Maas ist hier die Grenze. Auf der Niederländischen Seite ist Jachthafen Stevensweert, auf der Belgischen Seite ist es De Spanjaerd.
Die Fahrt dauert etwa 90 Minuten.












Unterwegs sehen wir keine anderen Boote.  












Der kleine Steg wo man im Grünen liegen kann, ist frei.



Wenn wir von Bord dürfen, legen wir sofort los damit wir das Gelände erforschen.











Nachher gehen wir mit unserem Frauli damit wir alles erledigen können was zu erledigen ist.




















Anschließend bekommen wir noch etwas zu habern. Wir sind uns einig: dies ist ein toller Platz.







Am nächsten Tag bildet Herrli sich ein dass er die Motorraumlücken mit Schallmatten ausstatten soll. Tot langweilig für uns. Helfen können wir nix und wenn ich mich gerade hingelegt habe,muss ich aufstehen da ich quasi im Weg bin. "Du Frauli, wir kriegen die Krise!", bellt Rico. "Auwee, Krise ist nicht gut. Schlecht für den Kreislauf!", lächelt Frauli. "Hilft dies gegen die Krise?" ruft sie während sie mit den Leinen und Rucksack winkt? Oh ja! Uns ist es auf einen Tuscher nicht mehr langweilig.
Soll Herrli sich doch weiter mit den dofen Matten beschäftigen! Wir sind dahin! 
Ziel haben wir keins. Wir spazieren einfach durch die Gegend.




 „Könnten wir uns eigentlich um ein Bäck umschauen.“, meint Frauli. Gut. Schauen wir wo einen Bäck ist. Metzger wäre uns zwar lieber aber wer weisst vielleicht finden wir den auch noch. 





                           Und dann ..... "Do ist a Bäck!"
Wurstladen sehen wir leider keinen. Beim Bäck kauf unser Lieschen Kuchen für beim Mittags-Kaffee. 











Auf dem Heimweg holt Frauli beim Tourismusverband zwei Wanderkarten die bei Kaffee und Kuchen studiert werden. Die Wanderung für den nächsten Tag wird uns Richtung Kessenich führen.  



Zurück beim Schiff sehen wir dass Herrli immer noch mit seinen Lucken umanand murkst. Ein Luck geht nicht zu. „Lisi, kann ich mal deinen Lippenstift leihen?“ schreit er. Wir schauen uns entsetzt an. Na, dies darf doch nicht wahr sein???? Unser Herrli will sich anmalen??? „Geht der unter die Indianer?“, will Rico wissen. „Schaut so aus und dann aufs Kriegspfad gegen dieses Motorluck!“ grinze ich. 




 
Abends düst noch ein Boot vorbei und dann ist Ruhe.










Schiff ahoi, Brandon und Rico.









Dienstag, 24. April 2018

Vom Jachthafen nach Thorn



„Buam kimmst, ma laufen nach Thorn. Mir ist das Geld ausgangn!“ ruft Frauli uns nach dem Mittagessen. Über das Erste freuen wir uns, das Zweite ist blöd denn dann gibt’s keine Wurst mehr. „Bekommst du in Thorn dann Euros?“, will Rico wissen. „Ich hoffe es, Putz. Ich denke dass es einen Bankomaten gibt im Dorf.“ Das hoffen wir auch denn wenn uns die Wurst ausgeht….. teifi, lieber nicht dran denken.

Wir gehen über dem Deich. Da darf Rico frei laufen. „Links ist der Stachelzaun, rechts ist der Bach und am Enden des Deiches ist ein Gatter. Sollte es dir einfallen dass du abblitzen könntest, ist spätestens beim Gatter Schluss Bursche!“, teilt Frauli ihm mit. Ich habe nicht dein Eindruck dass dies Rico interessiert. Er saust hin und her und wir spielen zusammen.



Nach dem Gatter muss er wieder an der Leine. Wir gehen ein Weilerle den Bach entlang.





Wenn wir um die Schremse kommen sehen wir das Dorf in der Ferne. Von hier ist es nicht mehr weit nach Thorn.

















Im Dorf werden wir gleich fündig. Nachdem der Geldbeutel gefüllt ist, spazieren wir noch ein wenig durch Thorn und dann geht’s zurück zum Hafen.



















Unterwegs treffen wir auf einem grossen Käfer. Rico will mit ihm spielen doch ich waren ihm  vor diesem Viech denn der Käfer trennt eine Substanz ab die beim Berühren Blasen erzeugt.




















Beim Wasser toben wir uns nochmal so richtig aus. 



Schiff ahoi, Brandon und Rico.









Mai-ferien in April. Wir legen los!



Jedes Jahr am 1. Jänner hängt Frauli einen Kalender an der Wand. Das werden wohl mehr Leute machen also nichts aussergewöhnliches dass sie den aufhängt, denke ich. „So ein Kalender ist ganz etwas feines denn da kann man genau sehen wann man nicht arbeiten soll“, behauptet Frauli. Dies ist natürlich ganz wichtig. Wir sollen schon genau wissen wann die Hundi-hund-Tage sind, wann wir Hoam fahren und wann es zum schippern ist. Doch nun gibt’s etwas was ich nicht verstehe. Heute, Freitag, kommt Frauli nach Hause und teilt uns ganz fröhlich mit dass die Mai-Ferien jetzt anfangen. Ich schaue auf dem Kalender und lese April. „Du Rico, welches Datum hom ma heit?“, frage ich meinem Kumpel. Er haut mit seiner Pratz aufs Handy und bellt: „Den 20. April! Wieso und warum?“ Typisch Rico. Er möchte immer alles gleichzeitig wissen. „Weil Frauli gerade gesagt hat dass die Mai-Ferien anfangen und wenn wir den 21. April haben kann es noch kein Mai sein denn da sind noch 9 Tage bis zum Enden des Monats.“ antworte ich so ausführlich wie möglich. „Aha, hmm, na ja, uh…. I denk…. Frauli hot oanfach die 9 Tog strich’n weils Schnautze voll hat von der Schul!“ denkt Rico laut. „Na, es Lauser, in den Niederlanden ist es der Brauch dass die Mai-Ferien schon in April sind!“, lacht Frauli uns zu. „Uns soll’s egal sein. Hauptsache wir haben Ferien!“ meint sie und streichelt uns über unsere Köpfe. Genauso ist es. Es ist uns ziemlich Wursch wie man die Ferien nennt. Wichtig ist dass es sie gibt!

Am Samstag wird das Auto gepackt mit Essen und das Bootsradel und bringt Herrli alles zum Schiff. Am späten Nachmittag kommt er zurück und sagt dass die Tramontana fertig ist zum Auslaufen.
Am Sonntagmorgen fahren wir beim strahlender Sonnenschein zum Hafen. Während Herrli alles zum Boot jankert, gehen wir noch kurz an der Maas entlang.










Eine gute Stunde später befinden wir uns auf der Maas.







Nach einer Fahrt von knappe zwei Stunden liegen wir an einem Steg im Jachthafen von Wessem.


Am Montag wird klar Schiff gemacht. Der ganzen Winterdreck muss weggeputzt werden. 









Bei diesem schönen Wetter ist die Putzerei sogar lustig. Wir helfen auch, ist ja klar. 






Der Mast wird gelegt da die Fahndel rein gemacht werden. Ich erinnere Herrli dran dass bei der Holländische Gastlandfahne rot oben sein soll…. Rico schaut ihm dabei zu. 


















Ein neues Bugfahndel bekommt Tramontana auch. Das Alte ist wirklich nicht mehr zum Flicken meint, Lisi.


Abends erreicht uns eine traurige Nachricht. Lisa, eine Sainerhanserin, ist gestorben. Im Steuerstand brennt ein Kerzlein für ihre Seele.




Die erste Schwalben sehen wir auch schon. Da es zwei sind, wird der Sommer ganz gewiss schnell kommen. Denn es heisst ja eine Schwalbe macht noch kein Sommer.


Am Dienstag wird Wasser getankt. Dies dauert und wir schlagen uns mit spielen die Zeit um die Ohren.


Endlich ist der Tank voll und schauen wir wie die Zeilen los gemacht werden damit wir abhauen können. Uns langt es hier im Hafen. Wir möchten mal wieder irgendwo anders sein.  



Schiff ahoi, Brandon und Rico.