Dieses Jahr hat
es der Anschein dass König Winter seine Residenz nicht verlassen will. Er herrscht
eiskalt weiter bis sich sein Reval, die Sonne Königin, Ende März endlich durchsetzt
und sein Reich schmelzen lässt wie Schnee vor der Sonne. Endlich sind Schnee
und Eis dahin, doch Boote-Wetter ist immer noch keins. Jetzt regnet es fast
ständig.
Manfred hat im Winter Bastelarbeiten erledigt. Die Namensschilder hat er
angestrichen und einen anderen Wasserhahn besorgt.
Am 1. April
langt es uns. Wir schauen uns den Bootssack nicht länger an. Wir wollen zum
Schiff, raus in die Welt.
Außerdem ist nach dem Winter mehr wie genug zu tun auf der Tramontana. Langweilig wird es uns gewiss nicht.
Morgan begutachtet als erster das Weihnachtgeschenk auf dem Boden. Dieses Jahr
hat das Christkind einen Teppich mit zwei Pratzabstreifer gebracht. Der Teppich
ist für Manfred und Lisi, wir haben jeder einen Pratzabstreifer bekommen.

Im Mast weht, ab heuer, unter der Tiroler Fahne, die Mastfahne mit dem
Familienwappen der Lisi.
Es ist der doppelköpfiger schwarze Adler mit rote Zunge. Dieses Wappen ist
verbunden mit einer Geschichte die Lisi erst voriger Sommer erfragt hat von
ihren sehr alten Onkel Werner Brand. Laut seiner Erzählung soll die Ur-Ur
Großmutter ganz begeistert gewesen sein von der Österreichische Kaisers
Familie. Außerdem sollte sie sehr gut
befreundet gewesen sein mit der Eltern der damalige Kaiserin Sisi. Der Adler
bekam in dieser Zeit die Marken des Österreichischen Adlers der damals zwei
Köpfe hatte.
Die Familie Brand stammt von Ursprung her aus Vorarlberg. In das
Österreichische Telefonbuch gibt es 328 Einträge mit dem Namen Brand. Damit ist
der Namen Brand der 838. Häufigsten Namen in Österreich. In München
lernten die Vorfahren der Lisi für Braumeister. Das hiesige Brand Bier wurde
nach dem Bayrischen Reinheitsgebot hergestellt. Deshalb auch der Bayrische
Hintergrund in der Fahne.
Wenn es nach Onkel Werner gegangen wäre, hätte Lisi den Namen Sisi getragen.
Ihr Vater war damit nicht einverstanden und die beiden haben sich wohl auf
Elisabeth geeinigt.
Die alte Gräfin war für eine sogenannte „feine Erziehung“. Lisi sagt immer
scherzend dass sie froh ist dass ihr Großtat sich eingemischt hat in Sache
Erziehung damit sie eine gute Wendung genommen hat. „Woast eh, von dö siaßn
Leit und die hintan Roßhaxen muaß man sich hüatn.“ ist ihr Spruch. Der Großtat
nannte Lisi nie bei ihr voller Namen. Immer Lisi oder Lieserl.
Elisabeth Eugenie Amalie, genannt Sisi, wurde am Weihnachtsabend in 1837 geboren, genau wie ich aber dann in 2004! Ihr
Namen war nicht Sissi, sondern Sisi. Wie es zu dieser Namensgebung kam, kann
nur spekuliert werden. Vermutlich hatte Elisabeth ihren Vornamen in Briefen mit
Lisi abgekürzt, eine in Österreich und Bayern übliche Koseform Elisabeths, das
von der Nachwelt nur irrtümlicherweise als Sisi gelesen wurde. Diese Geschichte
glaubend, ist der Wunsch des Onkels also halb in Erfüllung gegangen.
Am 27. April
ist das erste trockene Wochenende. Manfred startet den Motor und Tramontana freut sich genau wie wir auf
der erste Fahrt dieser Saison. Eine gute halbe Stunde später liegen wir in
Asselt wo wir sofort unsere Inspektionsrunde drehen. Danach ist wandern und
spielen angesagt.
Wir haben den Steg übers Wochenende für uns alleine.
Wenn wir
wieder in Asselt liegen, legt kurz nach uns ein Boot an. Nach dem Aussehen zu
urteilen müssen diese Leute schon längere Zeit unterwegs sein.
Sie haben eine Katze mit an Bord. Mir ist dies gleich so lange sie sich nicht
bei mir blicken lässt. Morgan ist da radikaler; er fährt sofort ab mit diesen
Viechern. Da macht es ihm sogar nichts aus ob es eine Kätzin ist. An dieser
Ausgabe von Weiblichkeit ist er nicht interessiert! Am nächsten Tag fahren die
Katzenleute in der Früh weiter.
Der Sonntag bringt uns ein sonniger Tag wie aus dem Bilderbuch. Wir spazieren
ein Trumm die Maas entlang und wenn wir zurückkommen liegen drei Schiffen da. Sie
sind alle aus unserem Hafen. Zur Freude von Morgan sind verschiedene Weibi
dabei.
Ich schaue mir auch mal eine an, bin jedoch nicht so begeistert wie
Morgan. Na, meine Alpha-Freundin bleibt die Sheila!
Lisi hat im
Gras eine weise Blume entdeckt die man nicht oft sieht. Sie ist ganz
begeistert. Es handelt sich um den doldigen Milchstern. Manchmal wird diese
Blume die Trostblüte genannt. Diese Blüte wird bei Therapien für Tiere
eingesetzt mit einem Schockerlebnis oder die ein Trauma erlitten haben. Wäre
vielleicht etwas für unseren Morgan denn er hat als Welpen auch etwas erlebt
dass in traumatisiert hat. Er gerät in Rage wenn er in einen kleinen Raum sein
muss und die Leute ihn nicht in Ruhe lassen.
Die Blume wächst in Wiesen und Wälder. Die Blüten schließen sich nicht nur wenn
es bewölkt ist, auch beim schönen Wetter schließen sie sich jedes Mal am Mittag!
In den Niederlanden ist dieser doldige Milchstern beschützt.

In Mai sind
der Kapitän und sein Matrose eine Woche von der Arbeit erlöst. Wir schippern
hinaus. Zuerst bleiben wir übers Wochenende in Asselt an unserem Steg.
Da hat man doch tatsächlich alle Stauen am Ufer weggemacht. Die Gegend schaut
ganz nackt aus. „Wo sollen jetzt die Wasservögel und die andere Vögel ihre
Nestel bauen oder Schutz suchen?“ will Morgan wissen. „Tja, mein Freund, “
antworte ich ihn, „Das ist wieder typisch für die Menschheit: sie greift ohne
nach zu denken in die Natur ein. Sie verwüstet und mordet ohne mit den
Augenwimpern zu zucken!“. Über diese Antwort denkt unser kleiner Fratz erst mal
nach. Dann kommt seine erstaunte Antwort. „Sau Dumm. Ich schnappe mir ein Karnickel
weil ich es fressen will. Nicht weil ich es umbringen will.“ Da muss ich ihn
Recht geben. Da heißt es immer die Menschen sind so g’scheit. Ich trau mir zu,
zu behaupten dass die Meisten von denen die G’scheidheit gewiss nicht mit dem
Löffel gefressen haben.
Als wir
loslegen, zieht Manfred einen der Heringe hinaus und schaut ihn dann ganz
entsetzt an. Er ist so krumm wie ein Enterhaken. „Oei, jetzt versteh i wieso
das Kruppi so schwar im Gras eine gang. Doa hoab i unt wohl eppas hart‘s
terwusche!“
Es geht zum
Spanjaerd in Belgien. Wir fahren über Roermond und schauen kurz beim Erik von
der Wassersportschule vorbei.
Auf dem Zuidplas kommt uns einen Zark entgegen.
Zum Glück nichts ernsthaftest.
Das Wetter ist traumhaft schön. Viel ist noch nicht los. Wir sind die meiste
Zeit alleine auf dem Wasser. Verschiedene Frachter fahren uns vorbei da
Schleuse Heel auf Vordermann gebracht wird. Jetzt müssen sie über die Maas fahren
und können sie nicht über dem Lateraalkanaal. Ein Umweg für die Skipper und
etwas mehr Unruhe für uns.
In Belgien
sind wir reimig. Der ganze Anlegeplatz für uns! Mittlerweile ist es recht heiß
geworden. Morgen hat sich im Schatten auf dem Gang Bord gelegt und ich versuche
ob ich Abkühlung im Wasser finden kann.
Etwas was nicht so leicht geht denn die
verflixten Stacheln an der Stauen bleiben in meinem Fell hängen. Da brauche ich
Manfred mit der Zwick zum Weg frei machen.

Wir machen einen kleinen Rundspaziergang und sehen wie ein Verrückten-Boot sich
fest fährt. Die Burschen haben die größte Gaudi mit ihrer Pechsträne. Irgendwie
gelingt es ihnen das Boot wieder flott zu bekommen und fröhlich pfeifend fahren
sie weiter.
Die Freizeit
wird teils auch zum Arbeiten genutz. Tramontana
wird gewaschen und die Bullaugen poliert. Wenigstens, das hatte Lisi vor. Weit
kommt sie mit dieser Arbeit nicht, denn das Zeug dass der Lackierer Stefan um
die Bullaugen geschmiert hat, ist wie schwarze Schmierseife. A lobe Sach mit
einer Anzahl an Verwünschungen die nicht gerade Damenhaft sind. „Dieser
Hornoxe“, ist noch die freundlichste Benahmung für ihn zu mehr er schon mal an
Bord gewesen ist und sich die Sache angeschaut und ausgebessert hat. Manfred
legt sich jetzt ins Zeug und kittet die Bullaugen neu ab. Am nächsten Tag kann Lisi
die Bullaugen polieren bis sie glänzen wie die Sterne am Tiroler Himmel. Der
Schaden ist behoben und unser Lieschen ist zufrieden.
Anscheinend
gefällt es dieser Taube sehr gut bei uns.
Sie kommt immer wieder.
Hier am See haben
wir eine tolle Zeit.
Lisi hat
Geburtstag. Ihr 54. Wir schenken ihr jede Menge Schokolade und zwei Lichtlein.
Sie hat eine Mords-Gaudi damit.
Dann erklärt sie uns wo die Kakaobohnen herkommen. Typisch Lehrerin! Uns
interessiert dies eigentlich weniger. Wir lassen die Information dann auch sehr
gelassen über uns her gehen. Es hat etwas mit den Holländer auf sich die auf
Indien gefahren sind. Sie haben auf der Insel São Tomé diese Kakaobohne
angepflanzt. Oberhalb 400 Meter wuchs damals der Kaffee. Doch da die Arbeit
ziemlich schwer war und das Klima auf der Insel alles außer Gesund, hatten die
Holländer keine Lust sich dort an zu siedeln. Der Kaffee und Kakao wollten sie
jedoch nicht vermissen. Also gaben die Behörden die Verbrecher, Landläufer und
andere Gauner die Wahl: entweder im Gefängnis langsam drauf gehen während der
Zeit dass sie auf den Henker warteten oder frische Luft zu schnuppern auf der
Insel São Tomé. Da durfte die Wahl nicht schwierig gewesen sein.
Eines Tages sind die Holländer die Sträflinge ausgegangen und war kein
Nachschub mehr da. In dem Augenblick bekam irgendein Schlaumeier den Einfall die
alten Zwangsarbeiter an einer „Schwarze Dame“ zu kuppeln und somit für einen
natürlichen Nachschub zu sorgen. Die Generation die so entstand wurde „filhos
da terra“ genannt.
Heut zu Tage sind sie Fischer und nennt man sie die „Angolareo“.
Übrigens schrieben die Ärzte früher Kakao vor als Heilmittel gegen Durchfall.
Die Kakaobutter diente bei der Zubereitung von Seife.

Dann müssen
wir gezwungener Masse ablegen. Die Zeit läuft uns davon. Wasser brauchen wir
auch. Getankt wird im Hafen der Belgier. Es ist noch frisch und der Himmel ist
bedeckt. Einige Stunden später ist es wieder warm.
Beim
schönsten Wetter fahren wir zurück. Die Viecher stehen im Wasser und versuchen
sich so ab zu kühlen.
Manfred
fährt den Yachthafen von Wessem an.
Dort zeigt er uns das Boot seines
Arbeitskollegen. Lisi grinst und kann nicht lassen zu bemerken dass es eher
ausschaut wie Gummiboot mit Boot. Das Beiboot ist wohl etwas zu groß geraten
für das „Hauptboot.“
Dann erblickt Lisi „die Groß“ die jetzt „Lucky“ genannt wird. Still schaut sie
sich die erste Tramontana an.
Der kleiner
See bei Pol ist unser nächster Anlege Platz. Es ist ein ruhiger Platz mit vielen
Wandermöglichkeiten. Das Dorf Heel ist innerhalb eine gute halbe Stunde zu Fuß
erreichbar.
Wenn wir unsere Haxen mal bewegen lassen, finden wir einen Mords toten Fisch. Wir
sind uns sofort einig: mit seinem lebendigen Artgenossen möchten wir keine
Bekanntschaft machen.
Ein Zahn als Andenken!
Manfred hat
die Spendierhose an und gibt uns ein Ohrwaschel. Obwohl wir fast alles
gemeinsam machen, beim Fressen hat jeder sein eigenen Platz und will er seine
Ruhe haben.
Am späteren
Nachmittag kommt dann der Kollege mit seiner Frau. Wenn sie angelegt haben
kommen wir drauf das viele gute Sachen in dem Boot versteckt sind die, der
Himmel sei Dank, auch rausgeruckt werden!
Abends ziehen dunkele Wolken zusammen und gibt es ein Gewitter.
Am nächsten Tag
ist es kühler und kein kurze Hose Wetter mehr, wie Manfred immer sagt.
Da Manfred
noch verschiedene Wartungs-Arbeiten an Tramontana
zu erledigen hat, bleiben wir verschiedene Wochenende im Hafen. Aber nicht nur
deshalb, manchmal ist es für Lisi und mich zu warm. Wir mögen die Affen-Hitze
ganz und gar nicht da wir dann wie halb tot herum lungern.
Während eins dieser Wochenende machen wir in der Früh eine kleine Wanderung am
Rande des Dorfes Neer. Das Tolle dran ist, dass wir viel frei laufen können.
Der Weg führt hauptsächlich durch Wiesen und entlang einem kleinen Bach, der
Neer Bach.
Das Dorf
Neer ist ein Kirchdorf und hat, wie klein es ist, allerhand zu bieten. Für
Bootsleute ist der Supermarkt und der Bäck wie ein Metzger am wichtigsten.
In 2011 gewann das Dorf den Titel „das netteste Dorf in Limburg“
Die
Friedessmühle wurde in 1717 gebaut und in 2002 restauriert. Angenommen wird dass
schon in dem Jahr 1343 eine Mühle an diesem Platz war.
Die Mühle ist eine Getreidemühle. Sie liegt an dem Neer Bach der durch das
Dörfchen fließt.
Der Bach ist
beliebt bei den Fischern. Auch Manfred geht hier öfters fischen. Die letzte
Zeit weniger da er von Lisi die gefangenen Fische zurück schmeißen soll. Mit
Essen ist da nix! Morgan fühlt mit ihn mit. So ein gut gebratener Fisch ist
doch etwas Tolles.
Dieser Pfad führt am Hafen vorbei und geht Richtung Maas. Entlang der Maas kann
man nicht spazieren, doch bis zum Bach ist es möglich.
Wir spielen im Wasser
und dann geht’s wieder zurück.

Sehnsüchtig schaue ich mir die Segelboote an. Wann werden wir mal wieder
loslegen?
Die Hitze mit dazu noch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit schlaucht uns beiden.
Wir sind froh wenn es abends kühler wird. Manfred hat beide Schiebentüren
aufgemacht. Jetzt weht ein angenehmes Lüftl durch den Steuertand.
Nach unserem
Urlaub muss Manfred verschiedene Wochenende arbeiten. Tramontana liegt also einsam im Hafen. Lisi tröstet uns mit der
Bemerkung dass wir höchstwahrscheinlich eh kein ruhiges Platzl finden können da
immer noch Urlaubszeit ist. Dieses Jahr sind viel Freizeit-Skipper im Land
geblieben und die Häfen sind wirklich überlaufen voll. Die Wirtschaftskrise hat
für die Yacht-Häfen so gesehen seine Vorteile.
Am 24. August ist das große Jubileumsfest im Hafen. Morgan lost zu wie die
Männer die Reihenfolge der Lichter besprechen. „Das wird so nix“, murmelt er zu
mir. „Wenn die mit orange anfange und mit rot ende, schaut‘s aus wie e Henn auf
a Misthaufe!“ Nach fünf Minuten kommen
die Herrn selber drauf, und wird schleunigst ein neuer Plan ausgedacht.

Ich finde es
traurig dass nur eine kleine Anzahl an Boot geschmückt wird. Und das bei einem
50 jähriges Jubileumfest. Es sind die Gäste und hauptsächlich die nicht unter
Niederländische Flagge fahrende fix liegende Schiffe die ihre Boote schmücken. Diese
Skipper hohlen alles raus was sie an Bord haben. Sogar Lichtlein! Es wird
aufgebüscht wie beim Almabtrieb!
„Wieso schmücken die Leute ihre Boote
nicht?“ fragt Hannelore. „Geh, Hannelore, das ist doch watschen Einfach. Keiner
hat’s denen aufgeboten in Folge dessen wird da nichts gemacht.“ Lautet Lisis
Antwort. „Das darf doch nicht wahr sein.“ „Leider doch Lorchen, oder hast du
ein Schreiben vom Möchte-Gern-Häuptling bekommen in Sache Boote schmücken?“
fragt Lisi grinsend. Sakra, denke ich, mein Frauli gibt
mal wieder Gas.
„Gut dass er nicht hört wie du ihn da gerade nennst“, meint
Manfred und befasst sich weiter mit der Aufgabe die Lichtlein am Mast fest zu
machen. „Wieso? Ich bin immer der Meinung gewesen dass er so wahnsinnig gerne
Häuptling sein möchte!“ lautet die Antwort von einer unschuldig rein schauende
Lisi.
Lisi knippst an dem Tag was ihr so vor der Linse kommt.
Manche Anstrengungen sind zwar etwas überflüsig, aber da werden die Mander
schon selber drauf gekommen sein.
Man hat ihr gebeten eine Fotoreportage vom ganzen Geschehen zu machen. Das
Telefongespräch in Bezug dieser Bitte verlief etwas umständlich denn Lisi,
dieses verflixten Luder, macht es einem nicht einfacher. Ob sie von der Feier
weisst. Ja, sie weisst davon. Schön, die Vorbereitungen laufen auch gut; es
gäbe da nur noch ein Problem. Lisi antwortet dass sie vertrauen in der
Fähigkeiten vom Vorstand hat das auch dieses Problem gelöst wird. Morgan und
ich haben uns damals angeschaut und bekamen fast Mittleid mit dem armen Kerl am
Telefon. Schliesslich kam das hohen Wort raus: ein Fotografen fehlte noch. Lisi
muss in dem Moment wohl einen ziemlich grossen Hohlraum in ihr Hinrkastel
gehabt haben denn sie gab zurück dass sie da leider nicht weiter helfen konnte
da sie kein Fotografen kannte der dies gratis oder für eine kleine Vergütung für
den Club machen würde. Sogar wir zwei haben sofort verstanden dass ihr Typ da
gefragt wurde.
Unter dieser Link kann man sich die Reportage anschauen. https://www.youtube.com/watch?v=6yjQrdS14YA
Der
Gästesteg liegt komplett voll.
Die Kärntner sind auch da. Österreich ist stark vertreten!
Abends ist die Feier. Wir bleiben an Bord. Die Mette ist nichts für uns. Manfred
und Lisi gehen in der Tracht hin. Koos macht von den Beiden ein Bild. „Oeps,
die Füße fehlen! Schad‘“ meint Lisi. „Ach, der Kopf ist wichtiger, daran
erkennt man uns ja schließlich“, lautet Manfreds Antwort.
Die Zwei
treffen Bekannten und es gibt eine sehr kurze doch lustige Blitzerei.
Eine aufgeschmückte Tramontana und Sherry 2
Ab Mitternacht sind wir nicht mehr alleine und sitzen Herrli
und Frauli bei Kurt und Hannelore. An Bord kann man sich anscheinend
gemütlicher unterhalten als bei der Metten im Zelt.
Ende August fahren wir am Freitagabend zum Hafen. Leider muss
Manfred am Sonntag früh losfahren deshalb schippern wir nicht hinaus.
Zusammen mit Lisi gehen wir Kroatsberenklauben.
Nach eine Weile ist der Bauch voll und das Kandei mehr lar
wie voll. Irgendwie gelingt es ihr noch so viele Beren zam zu tun das es langt
für ein Miesl.
Es wird
September bis wir wieder hinaus fahren. Die Urlauber sind (fast) alle heimgefahren
und der Steg in Asselt bietet uns genug Platz.
Es sind hauptsächlich Wanderer die vorbei kommen.
Das Aggregat wird häufig benutzt da noch kein Umwandler an Bord ist.
An einem
Sonntagnachmittag klopft jemanden an Bord. „Joa, mai, tref ma doa echten
Österreicher!“ Kras! Stehen zwoa stramme Bayer vor Tramontana. Sie haben am IJsselmeer ein kleineres Segelboot gekauft
und sind seit zwei Monaten unterwegs.
Sie erzählen dass sie am Donnerstag bei der Werft Peulen in Neer hinaus
kranen. Dann fahren sie mit dem Auto zurück nach Landshut. Zuerst geht’s nach
Roermond. Die Stadt anschauen, heißt es.
Dieser
Herbst gibt es sehr viele Schnecken.
Wir spazieren und genießen die schönen Tage die wir noch an Bord verbringen
können.


Lisi sollte dringend zum Friseur gehen. Sie verschiebt es jedoch immer wieder.
Als sie das letzte Mal da war musste sie fast 35 Euro zahlen. „Die haben einen
Vogel; nur Spitzen schneiden. Die können mich gern haben.“, maulte sie als sie
zurück kam. Jetzt hat sie angerufen und um Preisauskunft gebeten. Die Friseurin möcht wissen für wann sie ein
Termin eintragen konnte. „Nicht, ich wollte nur wissen was der Scherz bei euch
kostet.“ Antwortet Lisi und bedankt sich freundlich für die Auskunft. Die Dame
muss wohl ganz verdattert geschaut haben. Anschliessend auf dem Telefonat
drückt Lisi Manfred eine Schäre und ein Kampi in der Hand. „HU, was soll dies
werden?“ Morgan und ich schauen uns an und grinsen. Wir haben es sofort
verstanden. Unsere Lisi hat Einfälle wie eine Kuh Ausfälle hat. Will sie doch
tatsächlich dass Manfred ihr die Zoden schneidet. „Wenn du mit der Stichsaog a
Brett groad oaschneiden koast, koast a meine Zoden groad osageln.“, behauptet
sie Beinhart. Zehn Minuten später ist die Sache erledigt. Sogar noch besser wie
beim Friseur, knickt sie zufrieden.
Während den Herbstferien fahren wir nach St. Johann. Wir haben da eine bärige
Woche. Das Wetter ist schöner wie in den Niederlanden. Dort soll es viel
geregnet haben. Also keine Boote Wetter.
Wenn wir
wieder hier sind, können wir leider nur noch einmal mit Tramontana hinaus fahren. Die Wochenende sind alle verregnet.
Dieses Jahr dauerte der Winter zu lange, ist der Sommer zu kurz und kommen die
Herbststürme zu früh. Doof!